Pfarrer Friedhelm Berger kommt

Pfarrer Berger kommt
Bildrechte: K.Bender

Pfarrer Friedhelm Berger kommt ab 1.Juni 2020 nach Lichtenhof auf die 2.Pfarrstelle der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche. 

Einige Informationen zu seiner Person und einige Gedanken gibt er uns schon im Artikel
>> Der „neue“ Pfarrer in Lichtenhof << im Gemeindebrief Juni/Juli 2020. 

Zu seiner Begrüßung und zum Kennenlernen hat ihm Karlheinz Bender als Vertreter des Kirchenvorstands noch ein paar Fragen gestellt. 

 

 

im Bild rechts Friedhelm Berger, den Karlheinz Bender (li.) wegen der Kontaktbeschränkungen natürlich nur als Modell herzlich in Empfang nehmen durfte.

 

Friedhelm, was hat dich motiviert, von Worzeldorf in die Nürnberger Südstadt Gemeinde zu wechseln?

Zuerst ja ehrlich gesagt gar nicht so viel. Klingt jetzt schroff, ist darum erklärungsbedürftig: Ich bin im Prodekanat Nürnberg-Süd ja schon seit 17 Jahren und hatte in der Osterkirche alles, was man sich als Pfarrer und Senior des Prodekanats so wünschen kann: Eine liebenswerte und liebgewonnene Gemeinde und ein ebensolches Team – beides hoffentlich auf Gegenseitigkeit – und eine helle, freundliche und gestaltungsfähige Kirche, und jede Menge Kontakte eben auch zu den lieben Menschen in den Mit-Gemeinden des Prodekanats, zu dem unter anderen auch Lichtenhof bzw. die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche gehört. Deren Pfarrer und Pfarrerinnen dort fühle ich mich teils seit Jahren freundschaftlich verbunden, ebenso wie beispielsweise auch dem Projekt Vesperkirche. Aber ich hatte nie den Gedanken, nach Gustav-Adolf hin zu wollen. Mir fehlte es an nichts. Andererseits: Wir – meine Familie und ich – haben uns trotzdem Gedanken gemacht, nochmal was Neues zu machen, vom „Land“ in die Stadt zu gehen, sobald alle Kinder aus „dem Gröbsten raus sind“, wie man so sagt, und das ist mit dem Abitur unseres Jüngsten dieses Jahr der Fall. Da flammte dann - mit der überraschend vakant gewordenen 2. Pfarrstelle durch den Weggang von Sigrid Klever zusammen mit einer freundschaftlichen Aufforderung aus Lichtenhof, mir eine Bewerbung zu überlegen – zunehmend eine „Beziehung“ auf. Und infolge dessen führte dies zu mittlerweile erkannten Chancen, Herausforderungen und Vorteilen, die zu meiner Veränderung hinein in die Südstadt führten.   

Welche wichtigsten Punkte/Themen/Ziele liegen dir für die Gemeinde, die dich hier erwartet, ganz besonders am Herzen?

Da sind zunächst mal schon sehr interessante Projekte am Laufen, die ich gerne unterstütze und in die ich mich und  meine Energie einbringen möchte: Erstens natürlich die Vesperkirche – eine liebenswerte Aktion des Gemeinschaft bildenden Gemeindelebens und Schaffens –, zweitens die Kooperations-Aktivitäten der Südstadtgemeinden, wo ich mir zum Beispiel vorstelle, zu neu entwickelten Aktivitäten, Formen und Formate der gemeindeübergreifenden Gottesdienste und Angebote beitragen zu können, und drittens das Engagement für die Konfirmand*innen in einer sozial durchaus anderen Gemeinde, als es in der Osterkirche der Fall war.
Aber darüber hinaus glaube ich, durch meine Persönlichkeit, die sehr viel Wert auf einen fröhlichen Glauben legt und von einem manchmal kaum erträglichen Optimismus geprägt ist, zusätzliches Leben und Energie in die Gemeindearbeit einbringen zu können – in welchen konkreten Projekten und Taten, wird sich zeigen. Die Zeiten und Notwendigkeiten nach der Corona-Krise werden zusätzliche Herausforderungen bringen und neue Wege weisen. Und ich werde für meine Gemeinde, für unser Team, für die Kirche und für aktuell anstehende Probleme der Gesellschaft konkret Stellung beziehen und mich auch aus politischen Themen nicht heraushalten, sondern streitsam sein, wenn es die Situation erfordert.

Vielen Dank, Friedhelm! Wir freuen uns jetzt auf eine neue bereichernde Persönlichkeit und neue Energie für unsere Gemeinde! Sei herzlich willkommen!